Häufig werden wir gefragt, wie aufwendig der Aufbau eines B2B Shops gerade im Bereich der Industrie oder des Maschinenbaus ist. Ohne Zweifel ist die Besonderheit beim Maschinenbau im Datenmodell zu suchen!

In diesem Blogbeitrag wollen wir aber die Besonderheit der Prozesse beleuchten. Prozesse stellen sowohl für B2C als auch für B2B eine große Herausforderung dar.

Im Zuge der Einführung eines Onlineshops, ist die größte Herausforderung die „Automatisierung“, sei es für die Akquise von neuen Kunden oder für die Betreuung von Bestandskunden. Das gilt sowohl für die eingehenden Informationen in einen Shop als auch für die ausgehenden Informationen in die ERP Systeme – wie z.B. die eigentliche Order oder andere Informationen des Kunden.

Wichtig ist, dass Sie sich im Vorfeld Gedanken über die Datenströme in Ihrem Unternehmen machen.

 

An dieser Stelle darf ich Ihnen 2 Tipps geben:

  1. Denken Sie E2E (End-to-End)
  2. Definieren Sie immer das führende – somit triggernde – System

 

DIE END-TO-END FALLE

Warum ist es so wichtig darauf zu achten?

Integration von Systemen, insbesondere eShops, sind kein Selbstzweck, sondern verfolgen das Ziel, mehr Umsatz im Unternehmen zu erreichen.

Sie sollten aber bei Ihren zu erreichenden KPIs ein starkes Auge darauf werfen, nicht nur Umsätze zu erhöhen, sondern auch Gewinnmargen hoch zu halten.
Aus diesem Grund darf die Einführung eines zusätzlichen Kanals, der für mehr Umsatz sorgen soll, nur im Verhältnis dazu führen, dass Sie mehr Aufwände – damit Kosten – haben.

Schaffen Sie es auf Dauer nicht ein gesundes Verhältnis aufzubauen, wird der eShop sowohl in der Belegschaft als auch in der Geschäftsführung dauerhaft keine Akzeptanz erhalten.

Stellen Sie sich vor, dass Sie ein Servicecenter haben, das bereits heute stark ausgelastet ist. Wenn Sie in einer solchen Situation einen Stand-Alone Onlineshop hinzufügen, der die Anfragen pro Tag deutlich erhöht, wird diese Lösung als eine weitere Belastung wahrgenommen.

Denken Sie daher E2E! (End-to-End)
Sorgen Sie dafür, dass Sie eine Anfrage (unabhängig, ob es eine Bestellung, Reklamation, Nachbestellung oder Servicefrage ist) soweit wie möglich automatisieren, so dass Ihr Servicecenter nicht weiter belastet, sondern entlastet wird.

So steigen Ihre Umsätze und die Kosten bleiben im Verhältnis des Umsatzes.

Das freut die Belegschaft und die Unternehmensleitung erst recht.

 

DER FLUCH DER DATENHOHEIT

Um vorbereitet auf die Zukunft zu sein, ist es wichtig, dass Sie bei der Integration von neuen Lösungen immer im Auge behalten, die Datenhoheit zu klären.

Es ist wie in jeder guten Ehe: sowohl der Mann als auch die Frau wollen die Hoheit über den einen oder anderen Bereich haben.

Sie müssen die Spielregeln festlegen.

Heutige Softwareprodukte haben häufig noch den Ansatz, Daten vorzuhalten. Jedes noch so kleine Nischenprogramm entwickelt sich in der eigenen Evolution zu einem kleinen, mittelgroßen oder ausgewachsenen Ammoniten: Jeder glaubt, alles zu können.

Arbeitsteilung ist gefragt – für ein gutes Miteinander.

Entscheiden Sie daher früh, wo welche Daten gehalten werden und wo welche Daten auch gepflegt werden.

An der Stelle ein Tipp:

  • Es macht Sinn, die Daten dort zu speichern, wo Sie am meisten verwendet werden.

Mit modernen Enterprise Bussen können Sie heute nahezu alle Systeme miteinander verbinden und Datenströme so managen, dass eine doppelte oder gar dreifache Datenhaltung ausgeschlossen wird.

Wenn überhaupt nötig (z.B. aus Performance Gründen) Daten in nicht hoheitlichen Systemen zu speichern, so müssen Sie beachten, dass diese Daten temporär bleiben und andere Systeme nicht auf diese zugreifen.

 

Es ist ungemein wichtig, dass Sie frühzeitig entscheiden, welches System die Hoheit hat und Änderungen antriggert. Ein Enterprise Bus verteilt danach die Daten in die nötigen Systeme.

Aber: Um im Beispiel der Ehe zu bleiben: egal, wie komplex die Situation (in unserem Falle die IT-Landschaft) ist, es ist nie zu spät für ein klärendes Wort!

Trauen Sie sich – und nehmen Sie sich den ersten Prozess vor!